Blacklight: Tango Down – Der Test

// Verfasst am 10.11.2010 von JLee // 1 Kommentare

Story und Co-Op

Durch das Spiel selber erfährt man über die Story eigentlich nichts. Einen Singleplayer-Modus gibt es nicht, genauso wenig wie ein Intro das zeigen könnte wann und gegen wen ihr überhaupt kämpft. Wer nicht die Website besucht oder Pressemitteilungen durchliest, der tappt vollkommen im dunkeln.

Blacklight: Tango Down spielt im Jahr 2035 und ist angesiedelt in einer osteuropäischen Stadt. Die Spieler übernehmen die Kontrolle über ein geheimes Elite-Kommandoteam, das mit der Suche nach dem vermissten US-Colonel Klein und seinem persönlichen Blacklight-Team beauftragt ist. Die angedeutete Kampagne wurde in einem Co-op Modus verpackt, der euch alleine oder mit drei weiteren Mitspielern durch vier Missionen führt. Dabei müsst ihr irgendwelche Maschinen aktivieren, Tore öffnen und Abwehrgeschütze in die Luft jagen.

Natürlich versucht euch ein Gegner daran zu hindern, doch über ein „Versuchen“ geht es nicht heraus. Die KI-Soldaten suchen sich zwar ab und zu Deckung, laufen aber hauptsächlich ohne Sinn und Verstand auf euch zu. Teilweise kommt dies einem Tontauben schießen gleich und daher kann man den Co-op-Modus eher einer Schießübung für den Multiplayer zuordnen. Hier könnt ihr euch schon mal mit den Waffen vertraut machen und nebenbei Erfahrungspunkte sammeln, die euch im Multiplayer gut geschrieben werden. Übrigens ist der Name eures Hauptgegners “The Order”. Diese Fraktion ist die Zweite die ihr im Multiplayer spielen könnt.

Waffenbalance und Ausrüstung

Anpassen der Wafen und Ausstattung

Bei den Waffen setzen die Entwickler auf das Standard-Arsenal. Maschinenpistole, Sturmgewehr, Scharfschützengewehr, Schrotflinte und Leichtes MG stehen euch zur Verfügung. Neben den üblichen Waffen stehen noch Granaten zur Auswahl bereit. EMP-Granaten, die das elektronische Visier der Gegner außer Gefecht setzen, Digi-Granaten, welche die gegnerische Sicht verzerren und die normalen Hand-Granaten. Die Wurfmechanik und die Wirkung überzeugt jedoch weniger. Beim werfen kommt es einen so vor als ob man eine Bowlingkugel wirft, und der Radius der Granaten ist sehr beschränkt. Teilweise muss der Gegner direkt auf den Granaten stehen um eine Wirkung zu erreichen. Bei den Waffen sieht es dagegen anders aus. Hier wurde ein relativ gutes Balancing gefunden, wobei jede Waffe eine hohe Durchschlagskraft besitzt. Viele Treffer brauch der gegnerische Soldat nicht, um ins virtuelle Nirvana ab zu tauchen. Jedoch ist das Sturmgewehr etwas zu genau geraten. Sehr gewöhnungsbedürftig ist auch das Anvisieren über Kimme und Korn, da dies mit einer ungewöhnlichen Verzögerung geschieht.

Wem das normale Waffenlayout nicht gefällt, kann sich auch bei Blacklight weitere Waffen und Ausrüstungsteile erspielen. Hier haben die Entwickler wohl auf die Langzeit-Motivation gesetzt, denn es gibt eine Menge an freischaltbaren Waffen und Erweiterungen.

Grafik

Grafisch ansehnlich. Man merkt aber das Alter der Unreal Engine

Basierend auf der Unreal Engine 3, macht Blacklight grafisch einiges her. Die einzelnen Maps liefern ansehnliche Details und die Waffen- und Soldatenskins sind gut gelungen. Die Entwickler haben dem Spiel ein eigenständiges Design verpasst und der überwiegend dunkel gehaltene Zukunfts-Look vermittelt eine dichte Atmosphäre. Jedoch darf man auch nicht zuviel erwarten, denn man merkt der Unreal Engine 3 schon das Alter an. Abgesehen von den gelungenen Explosionseffekten und der recht ansehnlichen Beleuchtung sind die Texturen sehr schwammig und die paar Animationen können auch nicht wirklich überzeugen. Dennoch kann man sagen das die Grafik für einen Multiplayer-Shooter in diesem Preissegment durchweg solide und gelungen ist.

Der Multiplayer

Dann kommen wir mal zum Kern der Sache. Dem Multiplayer. Schließlich wird man sich nicht endlos mit dem Coop-Modus beschäftigen können oder wollen. Außerdem ist der Multiplayer ja das vom Hersteller angepriesene Highlight des SciFi-Shooters. Aber lasst uns ganz vorne beginnen…

Warten auf Mitspieler...

Um die wichtigste Frage seit Modern Warfare 2 vorwegzunehmen – Nein, es gibt natürlich keine dedizierten Server. Das Hosten der Matches findet genauso wie bei MW2 auf einem der Clients statt, denn auch hier wird peer2peer-Verfahren verwendet. Allerdings muß man zugeben, dass die Verbindungsqualität in BLTD, ganz subjektiv gesehen, besser zu sein scheint. Die Pinganzeige mit ihren fünf Balken, kommt uns allerdings auch recht bekannt vor, und war bei unseren Tests im Regelfall immer auf 100%. Sowohl bei uns, als auch bei allen Mitspielern. Der Vollständigkeit wegen: Einen Lan-Modus gibt es in BLTD leider nicht.

Das Matchmaking-System birgt auch keine Highlights und kann daher als derzeitiger Genre-Standard bezeichnet werden, der wahrscheinlich genausoviele Freunde wie Gegner vereint. Hier kann man neben dem bereits beschriebenen Coop-Modus nur entweder zwischen einem “Schellen Spiel”, was dem normalen Online-Game entspricht, oder dem “Privatem Spiel” wählen, welches dann nur eingeladenen Freunden vorbehalten bleibt. Bei letzterem bestünde demnach auch die Möglichkeit, sich in ClanWars zu messen. Aber zur Competition-Fähigkeit von BLTD kommen wir erst später.

Der Begriff “Schnelles Spiel” ist aus Anwendersicht etwas optimistisch gewählt, denn so schnell kommt man nun doch nicht ans Spielen, wie uns dieser Button suggerieren möchte. Auch wenn es nicht daran liegt, dass wahnsinnig viele Optionen wählbar wären. Nein im Gegenteil, hier läßt sich ganz schlicht nur der Gametype auswählen und dann eine Spielsuche starten. Letzteres gestaltet sich dank der p2p-Basis wie gewohnt einfach, aber recht langwierig. Man ist zwar ziemlich schnell auf einem Host, aber leider viel zu oft alleine. Für den Rundenstart sind nämlich immer mindestens sechs Spieler notwendig. Vorher geht gar nichts. Und die Wartezeit ist gelegentlich jenseits von gut und böse. Jedenfalls zu oft länger als das Match selbst, was natürlich in keinem annehmbaren Verhältnis steht. An dieser Stelle fragt man sich schon, warum dies so ist. Meine persönliche Vermutung ist, dass es schlicht zu wenige Spieler in BLTD gibt, so verwunderlich dies auch sein mag. Ein kleiner Test bestätigt diesen Eindruck:

6 Spieler anwesend. Es geht los...endlich

Zum Testen wählte ich den Gametype TDM, bei dem ich mir vorstellte, da _muss_ ansich ja was los sein. BLTD verbindet mich auf einen Host. Zwei weitere Spieler waren bereits anwesend. Nach kurzer Überlegeung habe ich den Server wieder verlassen um mir einen besser ausgelasteten zu suchen. Ich connecte und wo lande ich? Auf dem gleichen Server wie zuvor. Ein Zufall? Das läßt sich ja feststellen – Server verlassen und neue Suche gestartet – Wieder komme ich auf den selben Host. Zur Sicherheit noch ein Versuch – Gleiches Resultat. Okay, dann halt warten bis die notwendige Anzahl Spieler da ist. Ich will nicht übertreiben und ich habe es auch mit Screenshots dokumentiert – Es hat genau 20 Minuten gedauert, bis die sechs Spieler vollzählig waren. Weitere zehn Minuten später war die erste Runde auch schon vorbei. Und, ihr könnt es euch denken, dummerweise hat danach ein Spieler den Host verlassen – So ging die nervige Warterei wieder von vorne los…

Die zweite Option für den Multiplayer ist das “Private Spiel”. Hier kann man einen eigenen Host starten, und Freunde über Games for Windows LIVE aber auch direkt im Game einladen, um gemeinsam und ungestört dem Hobby zu fröhnen. Dieser Modus wäre somit auch durchaus Competition-fähig. Details dazu aber in einem separaten Bereich weiter unten. Leider kann man für die privaten Spiele auch nicht viel mehr auswählen wie es beim schnellen Spiel möglich ist. Lediglich eine Map kann man zum Gametype hinzuwählen. Etwas mager. Es kann keine Spieleranzahl geändert werden, Rundenzeiten sind ebenfalls nicht änderbar und es gibt auch keine Gametype-spezifischen Optionen wie Plant- oder Defusezeiten. Dennoch kann man sich so mit Freunden zusammentun, und in Ruhe unter sich spielen. So gesehen eine nette, aber leider trotzdem etwas lieblos gestaltete Option.

Die Gametypes

Auch bei den Gametypes werden einem bei BLTD keine Innovationen offenbart. Die übliche Kost steht dem ambitionierten Online-Gamer zur Verfügung, auch wenn hier vielleicht der ein oder andere neue Name Einzug findet.

Mal was anderes...Code eingeben beim Bombe setzen

Mit Deathmatch und Team Deathmatch sind natürlich die Multiplayer-Klassiker vertreten, die keine weitere Erläuterung benötigen. Auch Capture-The-Flag wird einem unter dem nicht ganz neuen Namen Retrieval geboten, nur dass hier dem Gegner nicht wirklich Fahnen entwendet und zur eigenen Basis gebracht werden müssen, sondern ganz dem SciFi-Szenario entsprechend sogenannte Datenkapseln. Den Datenkapsel-Träger erkennt man, da keine Fahne vorhanden, an einem eingeblendeten Symbol über seinem Kopf. Auch der jedem Online-Gamer bekannte Domination-Modus steht in BLTD zur Auswahl. Hier müssen, ganz klassich, die Karten-Punkte A, B, C erobert und verteidigt werden. Punkte gibt es hier für die Eroberung und die Haltezeit. Den Gametype Detonate kennen Call-of-Duty-Spieler unter dem Namen Sabotage. Hier muß von beiden Teams auf der Mitte der Karte eine Bombe erkämpft werden, die danach in der gegnerischen Basis zur Explosion gebracht werden soll. Hier gibt es aber eine kleine Überraschung: Die Bombe wird nicht einfach plaziert, sondern sie muß mit einem Code scharf gemacht werden. Dieser Code wird einem beim Ablegen gezeigt und man muß ihn danach fehlerfrei eingeben. Schafft man dies nicht, muß man die Prozedur mit einem neuen Code wiederholen. Der Code besteht aber nicht wie vielleicht vermutet aus einer Zahlenkombination, sondern aus einer Abfolge von Links- und Rechtsklicks mit den Maustasten oder dem Anklicken von Symbolen in vorgegebener Reihenfolge – Je nach Map. Eine recht witzige und nervenaufreibende Idee, bei der Hektik in diesem Game. Leider hat der Gametype aber einen schweren Nachteil – Die Zeit zum Entschärfen der Bombe ist äußerst gering. Wenn man auf einer halbwegs großen Map erst vom Spawn losrennen muß um zu Entschärfen, hat man praktisch gar keine Chance, denn auch beim Defusing muß wieder ein Code eingegeben werden. Die fehlende Zeit verdirbt einem so manches mal den Spielspass. Last Man Standing ist ein weiterer Gametype. Dieser entspricht im Grunde schlicht dem Deathmatch-Modi mit dem kleinen Unterschied, dass man nach dem virtuellen Ableben nicht wieder neu in die Runde einsteigt, was einen für lange Zeit in die Zuschauersicht verbannen kann. Genauso verhält es sich auch beim letzten Gametype von BLTD, Last Team Standing. Analog zu Last Man Standing handelt es sich hier um Team Deathmatch ohne Respawn, mit den gleichen Vor- und Nachteilen wie beim vorgenannten.

Die Maps

Einmal Tageslicht...

BLTD bringt ganze zwölf Maps mit an den Start. Von der reinen Quantität her gutes Mittelmaß im Vergleich zu anderen Shootern. Die Maps sind sehr abwechslungsreich, was schon alleine dabei beginnt, dass sowohl Tageslicht- als auch Nachtmaps realisiert wurden, wobei letztere in Sachen Sichtbarkeit des Gegners dank der “Weihnachtsbaumähnlich beleuchteten” Blacklight-Panzerung nicht die schwieriegere Umgebung darstellt. Die verschiedenen, ebenfalls freispielbaren Tarnungen spielen wohl eher eine untergeordneter Rolle, da diese am Oberkörper von der Panzerung fast komplett verdeckt wird. Von der Größe her variieren die Maps ebenfalls stark. Von sehr kleinen Maps wie “Slumlord”, die nur ein eingeschößssiges Haus mit zwei angrenzenden Spawnpoints darstellen, bis zu großen Terrains, die auch teilweise in mehreren Ebenen begangen werden können, wie beispielsweise bei “Pitfall”, einem zerstörten U-Bahnhof, dessen Decke eingebrochen ist. In “Brutalism” wird ebenfalls ein Bahnhof mit kleinem, angrenzendem Park zum Schlachtfeld. Bei “Curfew” kämpft man um einen recht großen Straßenblock in der Innenstadt. Hier versprechen Fußgängerbrücken und Plattformen gute Überraschungsmomente. Eine Kombination aus KFZ- und S-Bahn-Brücke bildet in “Derailer” das Spielfeld. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, da die S-Bahn hier noch verkehrt, und den Spieler in einem engen Tunnel des öfteren einfach platt fährt. “Dropzone” hingegen ist wieder eine größere Map, auf deren Mitte eine Art Triumphbogen steht. Eine sehr symetrische Map mit gegenüberliegenden Spawns. Bei “Floodgate” wird eine ehemalige Bahntrasse mit angrenzenden Straßen umkämpft. Bis auf die wenigen Tunnel und kleinen Gassen eine sehr übersichtliche Map.

...und hier eine Nachtmap

“Post Alley” weicht vom Design etwas ab, da hier hauptsächlich dunkle, verwinkelte Gassen das Stadtbild auszeichnen. Nichts für Sniper, dafür aber was für Spieler die gerne schnell und mit automatischen Waffen unterwegs sind. “Shadow Market” umfaßt ein unter einer Brücke gelegenes, rechteckiges Terrain, welches durch viele Hindernisse gute Deckungsmöglichkeiten bietet. Oberflächlich betrachtet erinnert es an ein Paintball-Spielfeld in einer urbanen Gegend. “Sky Fire” wird MW2-Spieler etwas an die Map “Highrise” erinnern, da hier auch auf den Dächern einiger angrenzender Gebäude gekämpft wird.

Wie auch auf “Highrise” besteht hier die Gefahr, bei Unachtsamkeit schlicht abzustürzen. Auf “Wharfare” kann einem ähnliches passieren, denn wenn man an der Kaimauer dieses kleinen Containerhafens einen Schritt zu weit in Richtung Wasser macht, segnet man ebenfalls das Zeitliche. Auf der letzten Map “Zero Point” bewegt man sich durch eine recht große Ruinenlandschaft, die etwas an den Film “Enemy at the Gates” erinnert. Schuttberge und viele angrenzende Nieschen laden zum Verharren ein, bis der Gegner irgendwo seine Nase herausstreckt.

Legales Cheaten auf Zeit. Der Visor im Einsatz

Das Gameplay
Im Gameplay erwarten den BLTD-Käufer ebenfalls kaum Überraschungen. Das Game hat das Genre weder neu erfunden noch umgekrempelt. Die im Grunde klassischen Gametypes kennt man halt, und die spielspezifischen Neuerungen ändern im großen und ganzen nichts daran. Was man in der Call-of-Duty-Serie schon seit Modern Warfare als Radar-Killstreaks kennt, kommt hier in etwas abgewandelter Form zum Einsatz: Der sogenannte “Hyper Reality Visor”. Bei Call of Duty 4 erhält man bei Abschußserien einen Radar für das eigene Team, der zeitlich begrenzt in der linken, oberen Bildschirmecke eingeblendet wird. Dort kann man nun die Positionen sowohl die eigenen als auch die gegnerischen Mitspieler sehen.

In BLTD wird diese Funktion etwas anders integriert, und zwar als eingebauter Wallhack. Mit dem sogenannten Visor ist es nämlich möglich, für kurze Zeit die Gegner auch durch Wände zu sehen. Natürlich hat jeder dieses Feature zur Verfügung, was das Multiplayergame dadurch nicht unfair werden lässt.

Wie auch bei den Konkurrenten von BLTD leidet das Gameplay leider unter dem stark abweichenden Equipment der Spieler. Wer schon lange dabei ist und sich dementsprechend viele Waffen, Zubehöre und Panzerungen freigespielt hat, rockt schlicht und ergreifend das Match. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel, aber Neulinge habe es nicht wirklich einfach. Diese müssen sich mühsam die höheren Ränge erspielen, um irgendwann, besser ausgestattet, mitreden zu können. Gelegentlicher Frust ist da vorprogrammiert. Das aber ist das Leid aller Neuerscheinungen in der Shooterszene. Was mal in Wolfenstein: Enemy Territory mit Rängen innerhalb einer Spielrunde bzw. einer Kampagne angefangen hat, erstreckt sich nun bei den aktuellen First-Person-Shooter auf ein echtes Online-Profil, das regegelrecht gelevelt werden muss. Ähnlich eines Charakters in einem MMORPG (= “Massive-Multiplayer-Online-Role-Playing-Game”, Anm. d. Red.). Als “Ballerspieler” der ersten Stunde wünscht man sich da schon einmal in die Zeiten von Call of Duty Classic zurück, wo noch jeder die gleichen Voraussetzungen hatte, und die Fähigkeiten nicht durch Belohnungen für häufiges Spielen verfälscht werden. Aber das zu kritisieren soll hier nicht unsere Aufgabe sein.

Auffällige Ungerechtigkeiten im Mapdesign sind für kein Team zu vermelden, auch wenn es nach einer gespielten Runde keinen Seitenwechsel, sondern einen Mapchange gibt. Camper und Rusher gibt es auch hier genauso wie in jedem anderen Shooter, wobei die Häufigkeit beider Vorkommen ebenfalls schlicht an der gerade gespielten Map liegt. Spawncamping und -killing kommt allerdings bei sehr unausgeglichenen Teams recht häufig vor, und überlässt einem keine andere Wahl, als sich einen anderen Server zu suchen.

Die Competition-Fähigkeit

Wie man schon aus den vorangegangenen Abschnitten ein wenig herauslesen konnte, so ist es mit der Competition-Fähigkeit von BLTD nicht sonderlich gut bestellt. Wie in Modern Warfare 2 hat man auch in Privaten Spielen seinen erspielten Level inklusive seiner Fähigkeiten parat. Spielen in einem Match stark unterschiedliche Erfahrungsstufen gegeneinander, so hat die niedrigere unweigerlich das Nachsehen. Von Fairplay kann da keine Rede sein. Dieser Umstand, zusätzlich zu den fehlenden dedizierten Servern und der fehlenden Einstellmöglichkeiten der Privaten Spiele wird jedem Clan nach kurzer Zeit der Spaß an BLTD-Competition-Matches vergehen. Dazu sind andere Shooter schlicht besser geeignet.

Fazit

Es ist nicht sehr einfach ein Fazit zu schließen bei einem Spiel welches man nicht wirklich testen konnte. Blacklight: Tango Down hat durchweg Potenzial und bietet, im Vergleich mit manchen Vollpreis-Shootern, dem Spieler sehr viel an Abwechslung und mit der Menge an freischaltbaren Waffen und Erweiterungen, sowie erspielbaren Rängen einiges an Langzeit-Motivation.

Leider macht das Matchmaking-System die guten Eigenschaften zu nichte. Denn so selten wie es möglich ist ein Spiel zu stande zu bringen, ist es auch nicht möglich sich die neuen Ränge, Waffen und Erweiterungen zu erspielen. Dies geht zwar auch über den Co-op-Modus, doch dies ist wohl nicht Sinn der Sache.

Shooter-Fans und Hardcore-Zockern, denen die Maps von Bad Company 2 und Konsorten schon aus dem Halse hängen, machen mit dem Anlegen der 15€ nichts verkehrt. Allen anderen würden wir doch eher raten auf den nächsten größeren Shooter zu warten.

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